Vom Orbit zum Mars

Veröffentlicht auf von Mars-Explorer

Nun mal ein anderer Vorschlag zur Besiedlung des Mars.

Mit keinem genauen Namen versehen, sieht dieser größte Gegenspieler von MARS-DIRECT (das bald fortgesetzt wird) vor, dass man die Raumschiffe, die zum Mars fliegen sollen, in Orbitalwerften, ähnlich den Trockendocks, vorfertigen soll, damit sich die Energie sparen lässt, die beim Austritt aus der Erdanziehungskraft notwendig ist.

Einen weiteren Vorteil besitzt diese Option:

Die Raumschiffe lassen sich weitaus größer bauen, da sie sich ja in der Schwerelosigkeit befinden. Würde man solche, dann meist auch nicht so aerodynamisch konstruierte Schiffe von der Erde aus starten, würden sie nicht einmal den Start heil überleben, da sie aufgrund der hohen Belastung einfach zerbrechen, bersten und auseinanderfallen würden.

Kritiker bemängeln, dass solche Werften im Aufbau viel zu teuer sind, und zu viele Resourcen verschwenden. Das Projekt würde allein für die Werften 450 Milliarden Dollar verschlingen, und nochmals 50-200 Milliarden pro Raumschiff. Die Kosten für die Werften wären erst in 100 Jahren aus dem Budget der NASA bezahlt.

Mars Dircet würde im Vergleich für mehrere Missionen, für die es ja keine Vorbereitung bedarf, mit 45 Milliarden Dollar zu Buche schlagen , während der 2. Weltkrieg den amerikanischen Steuerzahler 500 Millarden Dollar kostete.

Und man müsste ja erstmal alle Waren zur Werft hochfliegen,  was insgesammt so viel Geld kosten würde, dass ein Raumschiff der Größe der Trägerrakete "Ariane 5" mehr als 100 Flüge zum Mars unternehmen müsste, um die Kosten wieder reinzuholen. 

Wenn man bedenkt, dass sich nur alle 2 Jahre ein Startfenster öffnet, wird schnell klar, das kein Raumschiff über mehr als 200 Jahre einwandfrei funktioniert.

"Vor allem die Montage der Hitzeschilde ist in der Schwere-losigkeit sehr, sehr schwer", sagte Robert Zubrin hierzu.

"Die Resourcen in den Orbit zu bringen düfte gar nicht so schwierig sein, wenn erst mal ein Weltraumlift errichtet werden würde", meinen viele Experten  der Abteilung der Raumstationen der NASA.

Desweiteren plant man, die ISS  und

zukünftige Raumstationen festen Bestandteil der Orbitalinfrastruktur werden zu lassen. 

Übrigens fürchten die Entwickler dieses Vorschlags und die Raumstationsabteilung der NASA, dass man Raumstationen nicht mehr braucht, wenn man Mars Direct verwirklicht.

Persönliche Meinung:

Ich bin von diesem Konzept nicht wirklich überzeugt. Wenn wir später, in Jahrzehnten zu weiter entfernten Planeten wie Jupiter oder Saturn aufbrechen, lohnt sich die Errichtung von Orbitalwerften vielleicht. 

Aber warum sollten wir 20-30 Jahre Bauzeit in Kauf nehmen, wenn wir durch Mars Direct bereits in 10 Jahren auf dem Mars sein können.

Und zum Weltraumlift: Den brauchen wir sowieso. Also, können wir ihn auch jetzt bauen. Er könnte bei Mars Direct vielleicht hilfreich sein (Start vom Orbitalkomplex aus)

Veröffentlicht in andere Kolonisationspläne

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MBT 06/05/2009 21:48

Heutige Kolonie Mars DatenBlogrank: 20 (Neuer Rekord)Kommentare: Mit diesem 76Bestehend seit: 11. 5. 09Bisherige Erfolge: zufriedenstellend

Mars-Explorer 06/06/2009 14:41


Ich verlange, dass du diese Spionage-Akte einstellst.