Saturday, 11. july 2009
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Wieder einmal ein Artikel, der sich mit der Raumfahrt im generellen Sinne beschäftigt.
Heute, vor 30 Jahren, am 11. Juli 1979, verglühte die amerikanische Raumstation Skylab in der Erdatmosphäre.
Skylab wurde am 14. Mai 1973, als
Reaktion auf die russische Raumstation Saljut 1 in den Orbit geschossen.
Sie war dafür ausgelegt, 3 Personen aufnehmen zu können und hatte genug Stauraum für Nahrungsmittel, so dass ein längerer Aufenthalt möglich war. Insgesamt hielten
sich 3 Besatzungen, von je 3 Astronauten, zusammen 513 Tage im All auf.
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Skylab 2:
25. Mai 1973 – 22. Juni 1973
Besatzung: Charles Conrad, Paul J. Weitz, Dr. Joseph P. Kerwin
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Skylab 3:
28. Juli 1973 – 25. September 1973
Besatzung: Alan L. Bean, Dr. Owen K. Garriott, Jack R. Lousma
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Skylab 4:
16. November 1973 – 8. Februar 1974
Besatzung: Gerald P. Carr, Dr. Edward G. Gibson, William R. Pogue
Es stellte sich heraus, dass die Astronauten sehr genügsam waren und deshalb ein längerer Aufenthalt als geplant möglich war. Der Rekord lag bei 84 Tagen.
Die Raumstation war insgesamt 6 Jahre, 58 Tage im Orbit zu hause, bis sie heute vor 30 Jahre abstürzte.
Bereits beim Start wurde die Raumstation sehr beschädigt. Teile der Solarsegel und des Thermal- und Meteoritenschutzschildes wurden abgerissen.
Die Energieversorgung ging deswegen zur
Neige und die NASA-Projektleiter standen vor der Wahl: Entweder würden sie die Raumstation mehr dem Sonnenlicht aussetzen,
wobei aber die Temperatur in der Station steigen würde wodurch die Möglichkeit bestand dass die Lebensmittel und Medikamente schlecht werden und die Filme schmelzen würden.
Oder man würde die Raumstation eher in den Schatten stellen. Dann würden die Batterien sich entleeren und die Station könnte abstürzen.
Man musste Skylab also immer hin- und herfliegen lassen, um sowohl Energie zu gewinnen, als auch die Vorräte zu schützen.
Durch die erste Besatzung konnten die Schäden dann repariert werden.
In der nächten Zeit verrichtete Skylab akzeptable Dienste als Forschungsstaion, wo u.a. der Einfluss der Schwerelosigkeit auf Fische und Spinnen getestet
wurde.
Jedoch näherte sich Skylab mit der Zeit der Erde. Am 8. Februar 1974 wurde die Station mit einem Apollo-Raumschiff (Mission: Skylab 4) in einer höhere Umlaufbahn
geschoben, und sollte so etwa 9 Jahre benutzbar sein. Jedoch wurden gewisse Bedingungen wie z.B. Sonneneruptionen nicht mit eingerechnet und am 19. Dezember 1978 gab die NASA bekannt, dass
man Skylab nicht mehr retten kann, nachdem es 4 Jahre unbeachtet seinen Kurs wanderte.
Zusammen mit der North American Aerospace Defense Command (NORAD) bereitete die NASA den Wiedereintritt, und somit zweifelsfrei die Zerstörung von Skylab
vor.
Die NASA und NORAD kamen bei ihren Rechnungen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Skylab trat am Morgen des 11. Juli vor 30 Jahren in die Erdatmosphäre ein, zerbarst
in mehrere Teile, die über dem Indischen Ozean und südöstlich von Perth in West-Australien bei Balladonia niedergingen. Dabei wurde niemand
verletzt.
Insgesamt kostete die ganze Mission 2,6 Milliarden US-Dollar.